Es ist Samstag Nachmittag als wir zu unserem letzten Spiel in dieser Saison nach Gommiswald aufbrechen. Dort mit kleiner Verspätung angekommen, begrüßt uns der erste Schnee. Die Kälte und die weiße Landschaft lässt uns tiefer einatmen und stimmt uns auf ein heißes Duell ein, das vor uns liegt. Nach einer schnellen Aufwärmung geht es dann schon los! Wir starten sehr gut in den ersten Satz. Die erste Punkte holen wir souverän und unsere Kombinationen funktionieren. Der Gegner ist noch nicht da und wir machen Punkt für Punkt, immer mit einem satten Vorsprung voraus! Doch beim Stand 22:18 kippt das Spiel. Der Gegner ist aus dem „Dornröschenschlaf“ erwacht und macht starkes Spiel. Damit haben wir nicht gerechnet! Plötzlich wird uns vor unseren Augen der erste Satz quasi aus den Händen gerissen. Grosse Verwirrung. Der Trainer redet uns aufmunternde Worte zu. Doch die Verwirrung ist in jedem Gesicht noch nach dem Anpfiff zum zweiten Satz anzusehen. Und der Gegner nutzt es voll aus. Spielt stark . Die Blöcke stehen wie „chinesische Mauer“ und unsere Angriffe werden immer unsicherer und landen viel zu schwach in den defensiv überragenden Händen der Gommiswalder. Zur Mitte des zweiten Satzes können wir uns endlich auf das Spiel des Gegners einstellen und uns gelingt es der gegnerischen Mannschaft standzuhalten. Doch die anfängliche Schwäche verlangt sein Tribut und so verlieren wir den zweiten Satz. Der dritte Satz fängt mit ein paar gelungen Spielzügen an. Es scheint, wir haben wieder Vertrauen zu uns selber und zum Team. Wir haben NICHTS zu verlieren und stehen mit dem Rücken zur Wand. Doch die physische Stärke unserer Mannschaft bröckelt durch zunehmenden Druck des Gegners, der ein überragendes Spiel vor dem Heimpublikum abliefert. Wir verlieren das Spiel und nehmen als Fazit die Erkenntnis, dass wir mit dieser vor allem defensiv sehr starken Mannschaft über längere Zeit mithalten konnten und der Sieg in greifbarer Nähe war hätten wir den ersten Satz für uns entschieden. Doch die mentale Stärke und Konstanz ist noch nicht unsere Stärke und so ziehen wir mit gesenktem Haupt vom Feld mit neuen Erkenntnissenn und neuem Mut für weitere Spiele. So long
Mark


